wunderbar Plagwitz – Raum für interdisziplinäre Zukunftsforschung

05.08.2019 — Veranstaltung

Nachhaltigkeit 2.0: Gespräche in wunderbar

Am Mittwoch, den 31. Juli 2019 besuchte Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, wunderbar und traf sich mit Gründern und Machern von Startups, Fördereinrichtungen und Kooperativen.

Eines der politischen Leitprinzipien der Sächsischen Staatsregierung ist die Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt einen integrativen Ansatz unter der Berücksichtigung verschiedener Themenfelder wie Bildung, Wissenschaft, Umweltschutz, Energie und Klima sowie der gesellschaftliche Zusammenhalt.

wunderbar als Raum für interdisziplinäre Zukunftsforschung steht für die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen und eine interaktive Debattenkultur. In wunderbar werden gesellschaftsrelevante Themen aufgegriffen und mit unterschiedlichen Akteuren diskutiert. Als Ort der Begegnung, des Netzwerkens und der Verknüpfung von Aktiven im Hinblick auf die Zukunftsentwicklung lag es nicht fern sowohl den Sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft während seines Besuches in Leipzig als auch junge Unternehmen und Startups zu einem Treffen zusammen in wunderbar einzuladen.

In diesem Zusammenhang lernte Thomas Schmidt die Gründer und Macher des Social Impact Labs, des Impact Hubs, von KoLa Leipzig, von WeRide Leipzig und des Startups madebymade kennen.

Im Social Impact Lab erhalten Startups und junge Menschen mit sozial innovativen Ideen professionelle Unterstützung durch Coaching, Beratung, Workshops und Co-Working. Sauberkasten (www.sauberkasten.com), ein Schützling des Social Impact Labs, gewann bereits einen Sonder-Umweltpreis des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft.

KoLa Leipzig (kurz für Kooperative Landwirtschaft) ist eine Genossenschaft, welche nach den Prinzipien der solidarischen Landwirtschaft und integrierter Lebensmittelverarbeitung von gesundem Gemüse arbeitet. KoLa Leipzig bindet seine Mitglieder in das Geschehen am Hof mit ein und benutzt zudem moderne Betriebsmittel. Das Projekt ist nicht nur ökologisch wertvoll. Als Ort für Begegnungen, Austausch und Bildung macht KoLa Leipzig für Menschen, Familien und Kindern aus der Stadt Leipzig die Produktion von Lebensmitteln erlebbar.

Robert Strehler, Mitbegründer von WeRide Leipzig, einem Fahrradprojekt in Leipzig und Mitglied des Vorstandes des ADFC Leipzig, erläuterte gegenüber dem Minister die Ziele der anstehenden Radprojekte zur Verbesserung der Sicherheit und des Verkehrsklimas in der Stadt Leipzig. We Ride Leipzig ist ein Fahrradprojekt für alle RadfahrerInnen der Stadt.

Das Impact Hub Leipzig ist ein Innovationsförderer mit internationalem Partnernetzwerk und löst bei der Bewältigung globaler Menschheitsaufgaben zwei Hauptaufgaben: Bildung & Transformation und Ressourcen und setzt nachhaltige Entwicklungsziele für Wirtschaft und Gesellschaft. Hier werden junge Unternehmen zu den Themen Rohstoffe, Müllvermeidung und -beseitigung, Kunststoffkrise und Klimakrise gefördert.

Der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Thomas Schmidt bezeichnet als zwei seiner Aufgabenschwerpunkte den Schutz des Bodens durch nachhaltige Landbewirtschaftung und den Ressourcenschutz durch Stoffstrommanagement und Kreislaufwirtschaft.

So zeigte sich der Staatsminister besonders interessiert für das Produkt von madebymade, das er als Beispiel nachhaltiger Kreislaufwirtschaft hervorhebt. Das Insektenmehl, gewonnen aus den Larven der Schwarzen Soldatenfliege, ist eine sehr hochwertige und nachhaltige Proteinquelle für die Tiernahrung. Das Startup madebymade schlägt mit dieser Art der Proteinproduktion sozusagen gleich „mehrere Fliegen mit einer Klappe“: Als organische Reststoffverwerter produzieren die Insekten nur geringe Mengen an Treibhausgasen, dafür aber sehr hochwertige Proteine.

Inspiriert von der innovativen Atmosphäre in wunderbar stellte Thomas Schmidt spontan das Netzwerkprogramm simul+ vor, dessen Ziel es ist z.B. Forschung, Wissens- und Businesstransfer im Bereich Landwirtschaftstechnologie voranzutreiben oder durch Ideenwettbewerbe innovative Projekte für die Umwelt zu unterstützen und zu fördern.

In anschließend lockerer Atmosphäre fanden sich alle Beteiligten noch einmal zu Gesprächen zusammen. Zielstellungen wurden im Detail erläutert, Formen der zukünftigen Zusammenarbeit und nächste Schritte erörtert, die erprobten Formen nachhaltiger Landwirtschaft und Nähstoffproduktion mit der Unterstützung des Landes mit größeren Skaleneffekten zu erweitern.

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